Nominierte 2017

Nominierte 2017

 

1.Jennifer Kasdorf

(*1987, Potsdam)

Memoria Mirabilium

[…] Nach einem erneuten Blick in Sewalls Buch – die Vorstellung von einer Rumpelkammer im Keller –

Kreative Ordnung

Kreative Arrangementals

Poetikals Technikals

freudige Schöpfung […]

Joseph Cornell

2.Maryam Mirza

(*1991, Hannover)

Garlic Bazooka

Typical women, typical men…
Gender stereotypes are following us everywhere, everyday.
This work turns the way how the majority defines femininity upside down. Stereotypes of femininity are exaggerated, manipulated and questioned.

3.Pauline Giere

(*1994, Peine)

B-Collective

Häufig geht man auf dem Markt am Stand eines Künstlers vorbei, lässt ihn kurz auf sich wirken und geht dann weiter.

Ich möchte den Fokus auf die Werke der Künstler setzen und ihnen die Aufmerksamkeit geben, die sie verdienen.

Künstler malen ihre Gedanken auf. Sie drücken sich in Bildern aus.

Dies vereine ich mit Mode und erschaffe ein neues Bild.

Meine Kollektion ist klassisch und mit vielen Details versehen. Die Schnitte sind geradlinig, die Silhouetten weit. Inspiriert ist das Tragegefühl durch das Leben Berlins, wo ich die drei Künstler kennengelernt habe.

4.Beyda Karbuz

(*1994, Hannover)

Madjnoon

Du bist eine Muslima oder eine Frau, die nicht nur auf ihre Reize reduziert werden möchte? Du kennst das Gefühl, wenn die Gesellschaft dich in eine Schublade steckt? Ich denke, die Zeit ist reif, dass die (muslimische) Frau durch ihren Kleidungsstil ein Statement für Freiheit und Stärke  setzt.

 

5.Antonia Konopatzki

(*1991, Hannover)

Indigo Warrior

Fragt dich jemand nach dem Geiste Japans: Er ist eine Kirschblüte, die ihren Duft in der aufgehenden Sonne verströmt.

Motoori Norinaga (1730-1801)

Die Samurai waren außergewöhnliche Krieger, die nach ihrem Ehrenkodex, dem „bushi-do“, gelebt und gekämpft haben.

Pflicht, Mut, Todesverachtung, Höflichkeit, Aufrichtigkeit, Tatsächlichkeit, Menschlichkeit, Mitgefühlt, Edelmut, Freigebigkeit, Loyalität, Rechtschaffenheit und Entscheidungskraft waren ihre Werte.

Diese Krieger sind die Inspiration für meine Kollektion. In Kombination alter traditioneller japanischer Techniken sowie den neusten Trends erschaffe ich eine harmonische Kollektion.

 

6.Rosalie de Picciotto

(*1992, Hannover)

Sehend, mit geschlossenen Augen

Wie träumen verschiedene Menschen? Wie träumen blinde, depressive, aber auch schizophrene Menschen? In wie weit beeinflussen Träume unser Wachleben? An das Thema Traum wurde anhand solcher Fragestellungen herangegangen. Des Weiteren die Frage, wie Traum und Traumzustände in der Kunst Interpretiert werden.

 

7. Meike Vössing

(*1995, Höxter)

S/ash

„Slash – to put a line through or tag over another’s graffiti.“

Das selbe Prinzip wende ich bei meiner Swimwear-Kollektion an. Ein neues Statement setzen – stilistisch sowie konzeptionell, Grenzen verwischen und überschreiten. Modern. Sportlich. Futuristisch.

8. Julia Balzer

(*1993, Neustadt am Rübenberge)

PULSE

Statt durch sinnloses Konsumverhalten die voranschreitende Digitalisierung zu unterstützen und wertvolle Lebenszeit dadurch verstreichen zu lassen, macht die Kollektion „pulse“ darauf aufmerksam, diese Zeit und Möglichkeiten für sich zu nutzen.

Wearables – integrierte EKG-Sensoren unterstützen den Drang nach Perfektion, eine individuelle Visualisierung des Lebendigseins, aber auch die Anonymität der eigenen Persönlichkeit.

9. Franziska-Bernadette Richter

(*1990, Osnabrück)

Fragmente

Perfektion ist das, wonach wir uns am meisten sehnen, aber niemals erreichen werden.  Jakob Miksch

Der Mensch strebt nach Norm, Perfektion und Vollständigkeit, ist aber unvollkommen im Handeln und im Sein. Er ist ständig auf der Suche und strebt danach Lücken zu füllen, um Antworten auf seine Fragen zu erhalten. Ein bruchstückartiges Wesen ist der Mensch, ein unvollendetes Kunstwerk, ein Non-finito.

FRAGMENTE

Form, Farbgebung und die Bearbeitung der Materialoberfläche meiner DOB-Kollektion sind inspiriert durch einen „cleanen“ , fast sterilen Raum bzw. die Atmosphäre einer U-Bahnlinie und die jeweiligen unterirdischen Stationen.

10. Lea Friedel

(*1989, Berlin)

chance to change

„Chance to Change“ – die Möglichkeit etwas zu ändern.
Die modulare und wendbare Kollektion ist ein Gegenentwurf zur Fast Fashion. Durch das von mir entwickelte Laschensystem, die hochwertige Verarbeitung und das direkte Miteinbeziehen der Träger wurde eine langlebige Kollektion geschaffen, die den Konsumenten auf besondere Art an die Mode bindet. Die vielen Tragemöglichkeiten machen die Kollektion individuell gestaltbar. Durch die zusätzliche Interaktion, die erforderliche Kreativität und die Personalisierung, die diese Kollektion mit sich bringt, wird die emotionale Bindung zwischen Träger und Kleidungsstück gestärkt.

 

11. Lisa Bartelt

(*1991, Georgsmarienhütte)

Tent it up

In meiner Bachelorarbeit „tent it up“ setzte ich mich mit dem Thema Upcycling auseinander. Die Grundlage bilden dabei ausrangierte Zelte und anderes Campingequipment, das aufgrund von Verschleißerscheinungen ausgedient hat. Kernaussage der Kollektion ist es, die Natur wieder mit allen Sinnen wahrzunehmen und so ein stärkeres Bewusstsein für den Erhalt der Umwelt zu schaffen.

 

12. Helene Bierstedt

(*1992, Gardelegen)

[don t] burn it down

[don t] burn it down ist eine nachhaltige Kollektion, die…nein, so nicht ganz.

Diese Arbeit ist eine experimentelle Auseinandersetzung mit der Unvereinbarkeit unseres bestehenden Wirtschaftssystems und einer dauerhaften, nachhaltigen Entwicklung. Die entstandenen Kleidungsstücke wurden entweder gestrickt, ohne Materialabfall zugeschnitten oder aus ausgedienten Cordhosen genäht. Sind sie darum schon nachhaltig? Oder gehört noch mehr dazu?

Ich denke vor allem an die Menschen, die sie später tragen werden. Wie tragen sie und warum kaufen sie? Wie nehmen sie Kleidung wahr und wie nutzen sie Kleidung?

[don t]burn it down ist vor allem eine Anregung zur Selbstermächtigung an uns alle, die wir brauchen, gebrauchen und verbrauchen.

13. Julia Eschment

(*1980, Breslau)

 ALKEMIA

ALKEMIA – im Alten verborgen liegt das Neue von morgen

ALKEMIA ist eine nachhaltige Streetwear-/ Couture-Kollektion, die neu und gebraucht verbindet. Second-Hand-Jeans, T-Shirts und alte Mehlsäcke werden hier mit neuem Denim, pflanzlich gefärbter Wolle und Leinen kombiniert. Die Inspiration sind alte kunsthandwerkliche Techniken, Bauerntrachten und die Natur.

14. Katharina Hysenaj

(*26.03.1999, Haselünne)

witches veins

„witches veins“ ist eine avantgardistisch angehauchte, legere und moderne Ready-to-wear-Unisexkollektion für die Herbst/Winter-Saison 2018/ 2019, die durch hochwertige Verarbeitung und Materialien überzeugt. Sie ist inspiriert von den damaligen Hexenverfolgungen in Europa und den daraus entstandenen modernen Hexen des 21. Jahrhunderts.

15.Georgina Jenkins

Distort Body and Mind

Having looked at the creative individuals Yayoi Kusama, CHOI XOO ANG and Gunther Von Hagens, I gathered a large amount of colour, texture fabric and knit. By turning something disturbing into something frivolous whilst remaining true to my love for men’s tailoring with a mix of knit, fur and vibrant colour to give it more of a casual feel.

 16. Anastasia Knauer

(*1993, Omsk)

Glowing Eyes

„Die Menschen hatten glühende Augen und Herzen, sie träumten von Gleichheit, Brüderlichkeit und dem ‚wir‘“

„Der Sowjetmensch hat nie Freiheit gelernt, nur wie man für die Freiheit stirbt“

17. Juliane Albert

(*1995, Hannover)

SOUL OUT

Hannibal Lecter- fiktiver Wahnsinn oder Anstoß einer Inspiration?Für meine Damenkollektion „SOUL OUT“ habe ich mich durch die psychisch kranke, aber hochintelligente Persönlichkeit der Romanfigur Hannibal Lecter inspirieren lassen. Um den Wahnsinn seiner kannibalistischen Neigung zu verstehen, muss man in die Vielschichtigkeit und Tiefe seiner Seele „hinabsteigen“. Die Modelle meiner Kollektion greifen diesen Blick in die Seele auf.

 

18. Eva-Marleen Jung

(*1989, Friedberg)

timeless ICON – Hommage an meine Großmutter.

Eine Hommage an meine Großmutter.

Die Sensibilität der Emotionen und Erinnerungen vestimentär verarbeitet.

Was uns prägt, was uns bewegt… Der Versuch, die Erinnerung in Bezug auf die Identität greifbar zu machen und die Moderne im Vergangenen finden.

Elisabeth  Berke

(*1992, Landshut)

Kinari

Die exklusive Prêt-à-porter-Kollektion „Kinari“ vereint die Eindrücke aus zwei gegensätzlichen Kulturen aus der Sicht einer Eurasierin. Tradition trifft auf Modernität. Hierbei werden die traditionelle Trageweise und Schnitte der thailändischen Tracht mit der klassischen Mode aus der westlichen Kultur vermischt. Der thailändische, feminine und romantische Charakter trifft auf die westliche, elegante Strenge. Inspiriert von dem nationalen Schönheitssymbol „Kinari“ wurden Akzente gezielt an den Zeitgeist der modernen Frau in unserer heutigen Gesellschaft angepasst. Die thailändische traditionelle Besonderheit und Schönheit sollte neu betrachtet und entdeckt werden. Ich möchte, dass die Kultur als Spiegel einer Gesellschaft weiterhin für Generationen interessant und inspirierend bleibt.

20. Lena Delventhal

(*1995, Henstedt-Ulzburg)

Spiel der Weiblichkeit

„Er hat ihre ganze Persönlichkeit in ihre Augen gelegt. Man hat das Gefühl, dass sie wirklich helfen will.“

Richard Prince „Nurses“ sind Opfer von Vorurteilen. Es entsteht eine Frau, frei von Regeln und Vorschriften. Stereotypflüchtend, vorurteilsbrechend. Eine Kollektion, die provokant, experimentierfreudig und ironisch ist. Mode, die die ganze Persönlichkeit in ihrer Vielfalt und ihren Gegensätzen fern von weiblichen Stereotypen zum Ausdruck bringt.

Ein Spiel mit der Weiblichkeit.

21.Elina Pagett

Silvana

Inspired by a beauty pageant in the 1970’s that got ambushed by feminists, “Silvana” is a collection juxtaposing the beauty standards between pageant girls and punk girls, questioning that despite their aesthetic differences, the girls all essentially just wanted to be the best within their own male-dominated subcultures at the time. ​

22.Natalia Löwen-

(*1991,Shdanowka)

 Caught in Illusion

Suchend.

Auf der Suche nach uns selbst.

Sehnend.

Sehnsucht nach Erkenntnis. Um uns und den Ort, an dem wir uns befinden, zu verstehen; seine Substanz; seine seltsamen Dimensionen.

Suchend.

Auf der Suche nach Freiheit.

Wissend, dass es nur die Illusion davon gibt.

Gefangen in einem kunstvoll geknüpften Geflecht aus Erinnerungen, Träumen und Vorstellungen.

23. Sarah Kuba

(*1993, Mainz)

404

1293 Arbeitsstunden

342 Tassen Kaffee

16 Meter Stoff

4 Monate

1 Bachelor

0 Waste

 24. Elisabeth O Connor

(*1994, UK)

They Will Love Me For What Destroys Me

Former institutions that were once feared and avoided are now sought out as places of overgrown beauty.  The shapes of the decaying buildings gave me the initial ideas that developed into creating a collection with embellishment as the main focus.  From these I have incorporated different textures through smocking and embellishment with the beading that comes together with elegant shapes and silhouettes.

25. Dilan Zühal Capan

(*1992 Peine)

damaged

We are damaged.
We damage.
It’s a dam age

where clothes don’t last and are thrown away every day
and at the very same time are bought in a messy mass,

where nothing has time to grow great
and time by itself makes everyone weak.

A dam age
where more brings less,
brings loss,
where we have so much but still want more, when we don’t need it all

-can’t handle the mass, that messes us up.

damaged ist eine visualisierte Momentaufnahme des gegenwärtigen Modesystems, ökologisch und nachhaltig realisiert; eine „Eco-Couture-Kollektion“, die kritisch aber humorvoll reflektieren möchte, wo(rin) wir uns zur Zeit befinden.

26. Igor Kornilov

(*1991, Beresniki, Russland)

all ye monsters in the closet

„Wir, Gestalten deiner Fantasie, leben in diesem alten Schrank. Naphthalingeruch, Schätze der Vergangenheit und Geheimnisse bewahren wir. Mach die Augen auf, sei wieder ein Kind, finde uns, schätze uns, wir sind viele.“

 Franziska Müller

(*1990, Grünstadt)

Phoenix from the Ashes

„Ich stelle mir eine Welt vor. Eine Welt, in der du und ich gemeinsam leben können, ohne dass wir uns für unsere Körper schämen müssen.Ich würde wollen, dass es egal ist, ob ich dick und du dünn bist, dass es egal ist, ob du dunkle und ich sehr helle Haut habe. Dass wir beide schön sind, daran gäbe es keinen Zweifel.“

28.Yakun Wang

Meridian

Shaolin- ein Begriff voller Rätsel und Geheimnisse. Shaolin-Mönche beeindrucken die ganze Welt durch ihre Kampfkunst und
übermenschliche Kraft – Ein Mönch, der von spitzen Speeren gehoben wird oder ein Mönch, der einen Stein mit seinem Kopf zerschmettert. Es stellt sich die Frage: Wie schaffen sie es, sich nicht zu verletzen? Woher kommt diese unglaubliche Kraft? Ist es nur das harte Training, welches die Shaolin-Mönche unschlagbar macht, oder steckt mehr dahinter?

29. Kyra Ladisch

(*Göttingen, 1991)

Beyond Humanity

“WE WILL LIKELY SEE GLIMPSES OF THIS LONG-LIVED, PARTLY MECHANICAL PARTLY REGROWN CREATURE THAT CONTINUES TO RAPIDLY DRIVE ITS OWN EVOLUTION.“    Juan  Enriquez

Die Unisex-Sportswear-Kollektion „Beyond Humanity“ ist inspiriert vom Thema Zukunft und der verschwimmenden Grenze zwischen Wissenschaft und Natur. Wie dieses Zitat von Juan Enriquez, einem respektierten Futuristen und Geschäftsmann, zeigt, werden wir uns durch fortschreitende wissenschaftliche Entwicklungen zu „Superhumans“ weiterentwickeln und die Evolution fortan selbst bestimmen. So entstand durch die Verschmelzung von Funktionalität und Ästhetik eine kommerzielle, futuristische und sportliche Herbst/Winter-Kollektion, die vor allem durch innovative Jacken mit technischen Details überzeugt.

30.Anna-Lena Pantel

(*1994, Hannover)

Kollektionstitel: we are not men

Fabric Manipulation trifft auf klassische Lingerie. Eine Couture-Kollektion mit modernen Silhouetten und aufwendigen, handgestickten Details. Inspiriert von Daenerys Targaryen aus der Fantasy-Reihe „A Song of Ice and Fire“ und Einflüssen der Verfilmung „ Game of Thrones“. Die Arbeit spiegelt ihre Persönlichkeit und sie selbst als Drachenidentität wieder. Stark, unabhängig und selbstbewusst, auch wenn sie äußerlich als junge Frau erscheint.

 

31.Patrick Pietro Rizzo

(*1994, Lünen)

A Colour

„A Colour“ – eine Farbe, auf der basierend wir alle unsere Rassismen, unsere Vorurteile, unsere Überlegenheit, unsere Bereicherung, die von uns begangenen Genozide, den Land- und Kulturraub rechtfertigen. Das alles in einer vermeintlich offenen, fortschrittlichen Gesellschaft. Grund genug, unser weißes Privileg kritisch zu hinterfragen und sich tiefgreifender mit rassistischen Strukturen in unserer Gegenwart und Geschichte auseinanderzusetzen

 

32. Lisa-Marie Hartmann

(*1992, Bückeburg)

Foam Sweet Foam

Von einem Material inspiriert sein.

Es fühlen und begreifen.

Seine Strukturen erforschen und manipulieren.

Sich von seinen Formen leiten lassen.

Diese Kollektion erschafft Mode aus einem abstrakten Material und lädt dazu ein, sich darin zuverlieren und es mit all seinen Sinnen zu erleben.